Ein bisher unbekanntes Glas wirft viele neue Fragen auf und diese möchten wir Ihnen gerne beantworten. Deshalb finden Sie hier häufige Fragen einfach beantwortet. Viele Fragen sind jedoch sehr komplex und die Fragestellungen für ein Bauvorhaben oder bei der Vorplanung einer Sanierung können auch leicht dadrüber hinaus liegen. Für diese Fälle nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Vakuumglas ist eine Verglasung aus zwei Scheiben mit einem luftleeren Zwischenraum, der den Wärmeverlust stark reduziert.
Zwischen den Glasscheiben befindet sich ein nahezu vollständiges Vakuum, wodurch Wärmeübertragung durch Luft praktisch entfällt. Dadurch erreicht Vakuumglas eine sehr hohe Dämmleistung bei gleichzeitig minimaler Dicke.
Vakuumglas erreicht Ug-Werte von bis zu 0,34 W/m²K und hat damit eine bessere Dämmleistung als Dreifachverglasung.
Im Vergleich zu einfachem Glas mit etwa 5,8 W/m²K reduziert Vakuumglas den Wärmeverlust drastisch. Dadurch verbessert sich die Energieeffizienz von Fenstern erheblich und Heizkosten können gesenkt werden.
Ja, Vakuumglas kann oft in bestehende Fenster eingesetzt werden, wenn der Rahmen intakt ist.
Da Vakuumglas sehr dünn ist (ab 6,7 mm), passt es in viele vorhandene Fensterrahmen. Ein kompletter Fenstertausch ist daher häufig nicht notwendig. Das spart Kosten, reduziert Baustellenaufwand (Baulärm und Baugerüst) und vermeidet Eingriffe in die Bausubstanz (innen aund außen).
Vakuumglas ist meist nur 6 bis 10 mm dick und damit deutlich dünner als moderne Isolierverglasung.
Durch die bessere Dämmung bleibt die Wärme länger im Gebäude. Dadurch muss weniger geheizt werden, was langfristig die Energiekosten reduziert.
Vakuumglas verbessert die Wärmedämmung bestehender Fenster deutlich, ohne dass ein kompletter Fenstertausch nötig ist.
Durch den extrem dünnen Aufbau kann Vakuumglas oft direkt in vorhandene Fensterrahmen eingesetzt werden. Das reduziert Wärmeverluste spürbar und erhöht den Wohnkomfort – besonders in älteren Häusern. Gleichzeitig bleibt die Optik des Hauses erhalten, was gerade bei klassischen Fassaden wichtig ist.
Mit Vakuumglas lassen sich Heizkosten deutlich senken, da weniger Wärme über die Fenster verloren geht.
Fenster sind oft die größten Schwachstellen der Gebäudehülle. Vakuumglas erreicht Dämmwerte auf Niveau von Dreifachverglasung bei deutlich geringerer Dicke. Dadurch reduziert sich der Energieverbrauch nachhaltig. Auch bestehende Fenster können so energetisch auf einen aktuellen Stand begracht werden.
Vakuumglas ist teurer als Standardglas, aber günstiger als ein kompletter Fenstertausch.
Die Kosten hängen von Anzahl, Größe, Ausführung und Einbau ab. Da jedoch der Rahmen erhalten bleibt, sind die Gesamtkosten oft deutlich geringer als bei neuen Fenstern.
Vakuumglas ist langlebig und wird von vielen Herstellern mit einer 20-jährigen Garantie geliefert.
Moderne Vakuumverglasungen sind hermetisch versiegelt (durch ceramische oder metallische Versiegelungen) und für eine langfristige Nutzung ausgelegt. Die Technologie wird seit Jahren weiterentwickelt und ist heute marktreif.
Ja, die meisten Vakuumgläser werden aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) gefertigt und sind sehr widerstandsfähig.
Durch zusätzliche Schichten oder Verbundsysteme kann Vakuumglas hohe Sicherheitsanforderungen (z.B. Verbundsicherheitsglas VSG) erfüllen. Es eignet sich daher auch für anspruchsvolle Anwendungen.
Vakuumglas bietet guten Schallschutz und kann durch Zusatzschichten weiter verbessert werden.
Die spezielle Bauweise reduziert Geräusche von außen deutlich. Besonders in städtischen Gebieten sorgt das für mehr Ruhe im Innenraum. Jedes Vakuumglas erfüllt die Schallschutzklasse 3 und kann durch weitere Schichten / Laminierungen noch erhöht werden.
Nein, oft reicht es aus, nur das Glas auszutauschen.
Wenn Rahmen und Beschläge noch funktionstüchtig sind, kann Vakuumglas direkt eingesetzt werden. Das spart Aufwand, Kosten und erhält die bestehende Bausubstanz.
Vakuumglas lohnt sich besonders für Altbau-Besitzer und bei Fenstersanierungen im Bestand. Zur Sicherung von alten Fassaden im Denkmalschutz ist Vakuumglas auch bestens geeignet, weil vorhandene Fensterrahmen und Flügel erhalten bleiben. Wer Energie sparen, den Wohnkomfort verbessern und gleichzeitig seine Fenster erhalten möchte, profitiert besonders. Auch im Denkmalschutz ist Vakuumglas eine der besten Lösungen.
Vakuumglas ist so dünn, dass es in bestehende Fensterrahmen eingesetzt werden kann, ohne das Erscheinungsbild zu verändern.
Gerade bei historischen Gebäuden ist das entscheidend:
Zudem zeigt die Forschung, dass der Glastausch eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum kompletten Fenstertausch ist – sofern der Rahmen intakt ist.
Ja, vor allem im Winter spürbar:
Im Sommer hängt die Wirkung zusätzlich von Sonnenschutz (optinal mit Vakuumglas kombinierbar) und Ausrichtung des Raumes ab.
Ja – das ist ein großer Vorteil.
Durch die geringere Glasstärke kommt mehr Licht in den Raum. Bei Vakuumglas bis zu einer Lichttransmission (LTA) von 83% möglich und somit bedeutend besser als bei 3-fach-Verglasungen.
Ja – trotz dünner Bauweise.
Die Glasscheiben werden durch Abstandshalter (Micro Pillare / Abstandspunkte im Glas) stabilisiert und halten dem atmosphärischen Druck stand. Je nach Vakuumglas ist das Raster der Abstandspunkte von 20 bis 55 mm groß. Das Vakuum beträgt nur 0,1 bis 0,3 mm je nach Hersteller.
Ja – aus mehreren Gründen:
Besonders im Denkmalschutz ein entscheidender Vorteil!
Vakuumglas ist nicht in jedem Fall optimal.
Einschränkungen können sein:
In diesen Fällen ist eine Prüfung der Fenster von einem Fachhandwerker notwendig. Auch wird empfohlen einen Energieberater oder Bauphysiker als Berater hinzuzuziehen. Meistens ist die Fenstersanierung oder Restaurierung, nicht die einzige Maßnahme von einem Haus, sondern nur ein Teil davon.
Ja – als Vakuumisolierglas (VIG) bestimmen Sie den Aufbau selbst; Vakuumglas in Kombination mit:
Flexible Anpassung an jedes Haus oder Projekt.
Vakuumglas ermöglicht eine energetische Sanierung, ohne die bestehende Fensterstruktur komplett zu ersetzen. Das ist besonders für größere Bestände entscheidend, da Eingriffe minimal bleiben und Maßnahmen einfacher umgesetzt werden können.
Gerade bei Mehrfamilienhäusern bedeutet das:
Ja – da Fenster meist Gemeinschaftseigentum sind, ist ein Beschluss erforderlich.
Der Vorteil von Vakuumglas liegt hier in der geringeren Eingriffstiefe:
Da oft nur das Glas und nicht der Rahmen verändert wird, sind Maßnahmen häufig leichter vermittelbar als ein kompletter Fenstertausch.
In vielen Fällen ja, aber:
Da die äußere Optik nahezu unverändert bleibt, ist die Maßnahme oft einfacher durchsetzbar als ein kompletter Austausch mit neuen Fenstern.
Besonders relevant:
Wichtig für Eigentümerversammlungen, bestellen Sie Muster und lassen sich durch einen Fachhandwerker beraten.
Ja – vor allem durch den Fokus auf den Glastausch.
Zusätzlich zeigt die Forschung:
Der Austausch der Verglasung kann eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative sein, wenn Rahmen intakt sind.
Besonders attraktiv bei großen Wohnanlagen!
Quelle: Sondierungsprojekt VIG-SYS-RENO von E. Heiduk
Ja – das ist ein großer Vorteil für WEGs.
Ideal für gestaffelte Investitionen über einen längeren Zeitraum.
Verbesserte Energieeffizienz und höherer Wohnkomfort wirken sich in der Regel positiv auf den Wert aus.
Zusätzlich:
Ja - Förderprogramme können regional unterschiedlich sein.
Da es sich um eine energetische Sanierung handelt, bzw. um eine Fensterertüchtigung, sind Förderungen grundsätzlich möglich.
So auch das KfW Programm BEG EM – Einzelmaßnahmen, offizieller Name: Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)
Förderart:
Förderfähig bei Vakuumglas:
Typische Förderung:
bis zu 20 % Förderung möglich!
Wichtig für alle Programme gilt:
Bitte lassen Sie sich durch einen KfW Energieberater / Energieeffizienzberater, Bauphysiker und Fachhandwerker eingehend beraten. Weitere wichtige Hinweise zu Förderprogrammen erhalten Sie hier: Förderung von Vakuumglas