BENGglas / LandVac Vakuumglas – moderne Wärmedämmung für bestehende Fenster

BENGglas von LandVac Vakuumglas ist eine innovative Lösung für alle, die ihre Fenster energetisch verbessern möchten, ohne zwangsläufig das komplette Fenster auszutauschen. Besonders bei Altbauten, historischen Holzfenstern, Kastenfenstern und denkmalgeschützten Gebäuden bietet Vakuumglas eine starke Kombination aus schlankem Glasaufbau, hoher Wärmedämmung und erhaltener Optik.

 

Während klassische Dreifachverglasungen oft zu dick und zu schwer für bestehende Fensterrahmen sind, nutzt Vakuumglas einen extrem schmalen Scheibenzwischenraum. Dadurch kann eine sehr gute Wärmedämmung bei deutlich geringerer Glasdicke erreicht werden. Forschungsberichte zu Vakuumglas beschreiben Ug-Werte im Bereich von etwa 0,34 bis 0,50 W/m²K und Glasdicken von etwa 6,7 bis 16,3 mm als typische technische Besonderheiten moderner Vakuumgläser.

Was ist BENGglas von LandVac Vakuumglas?

BENGglas ist der Produktname vom Vakuumglas von LandVac in Europa, Importeur ist die Firma BENGglas B.V. aus den Niederlanden. Im Unterschied zu normalem Isolierglas befindet sich zwischen zwei ESG Glasscheiben kein breiter, gasgefüllter Scheibenzwischenraum, sondern ein sehr schmaler evakuierter Zwischenraum von nur 0,3 mm. Dieser Aufbau, zusammen mit mindestens einer Low-E-Beschichtung auf der Innenseite eines Glases, reduziert die Wärmeübertragung deutlich und ermöglicht so eine hohe Dämmleistung bei geringer Glasstärke.

 

Der größte praktische Vorteil liegt darin, dass bestehende Fensterrahmen in vielen Sanierungsfällen eher erhalten werden können als bei einer klassischen Dreifachverglasung. Ob das im konkreten Objekt möglich ist, hängt vom Zustand des Rahmens, der Glasfalzgeometrie, den Beschlägen, dem Gewicht, der Abdichtung und der Einbausituation ab.

Aufbau von BENGglas / LandVac Vakuumglas
Aufbau von BENGglas / LandVac Vakuumglas

Die Abstandshalter im Vakuumglas

Ein BENGglas Vakuumglas besteht grundsätzlich aus zwei ESG Glasscheiben mit einem extrem dünnen evakuierten Zwischenraum von nur 0,3 mm. Weil durch das Vakuum ein sehr hoher Außendruck auf die Scheiben wirkt, würden sich die beiden Scheiben ohne Abstandshalter zueinander durchbiegen. Die Micro Spacer halten den Abstand zwischen den Scheiben aufrecht.

 

Der Zwischenraum ist in einem Raster punktförmiger Abstandhalter, sogenannte „Pillar“, verteilt ist; der Achsabstand liegt bei 55 mm. Der Zwischenraum ist evakuiert, also als Vakuum ausgeführt.

 

Die Abstandshalter erfüllen drei Funktionen:

  1. Sie halten den Vakuumspalt offen.
    Ohne diese Stützen würden die Scheiben durch den atmosphärischen Druck zusammengedrückt.
  2. Sie stabilisieren die Scheibenfläche.
    Gerade bei sehr dünnen Glasaufbauten ist das wichtig, weil Vakuumglas nur einen sehr kleinen Scheibenzwischenraum hat.
  3. Sie ermöglichen die sehr gute Wärmedämmung des Vakuumglases.
    Der wärmedämmende Effekt entsteht durch den evakuierten Zwischenraum; die Abstandshalter machen diese Konstruktion mechanisch überhaupt erst möglich.

Das Material der Abstandshalter bei BENGglas / LandVac besteht aus Edelstahl und Titanium und ist frei von Schwermetallen.

Der Getter im Glas

Ein Hochleistungs-Getter bindet verbliebene Gasmoleküle oder Partikel im Zwischenraum. Dadurch unterstützt es den Erhalt des Vakuums. Jedes Vakuumglas beinhaltet einen Getter, dieser fällt jedoch produktionsbedingt bei jedem Hersteller anders aus.

Technische Zeichnung vom BENGglas / LandVac Vakuumglas

Technische Zeichnung von BENGglas / LandVac Vakuumglas
Technische Zeichnung von BENGglas / LandVac Vakuumglas

Die Vorteile von BENGglas / LandVac auf einen Blick

1. Sehr gute Wärmedämmung bei schlankem Aufbau
Vakuumglas kann sehr niedrige Ug-Werte erreichen und bleibt gleichzeitig deutlich dünner als viele klassische Dreifachverglasungen. In Forschungsprojekten wurden mit Vakuumglas sehr gute Fenster-U-Werte berechnet; bei einem Vakuumglas mit Ug 0,4 W/m²K wurden beispielsweise Uw-Werte bis 0,55 W/m²K in Prototypen beschrieben.

 

2. Ideal für Altbau und Sanierung
Viele ältere Fensterrahmen wurden nicht für dicke Dreifachverglasungen konstruiert. Vakuumglas kann hier eine Alternative sein, wenn Rahmen, Glasfalz, Beschläge und Abdichtung geeignet sind.

 

3. Erhalt der historischen Optik
Gerade im Denkmalschutz sind Fensterteilung, Sprossen, Rahmenbreiten, Materialien und das äußere Erscheinungsbild wichtig. Das ift Rosenheim betont, dass bei der Sanierung historischer Fenster sowohl bautechnische Anforderungen als auch Aspekte des Denkmalschutzes zu beachten sind.

 

4. Mehr Wohnkomfort
Bessere Wärmedämmung kann die innere Scheibenoberfläche wärmer machen. [Schlussfolgerung] Das kann Zugerscheinungen und Kältegefühl am Fenster reduzieren. Der konkrete Effekt hängt vom gesamten Fenster, vom Baukörperanschluss und vom Lüftungs-/Heizverhalten ab.

 

5. Ressourcenschonende Sanierung
Wenn ein vorhandener Fensterrahmen erhalten werden kann, müssen weniger Bauteile ausgetauscht werden. Das kann Material sparen und passt gut zu einer nachhaltigen Sanierungsstrategie.

Für wen eignet sich BENGglas / LandVac Vakuumglas?

Für private Hausbesitzer im Altbau

Viele Altbauten haben Fenster, deren Rahmen noch stabil und erhaltenswert sind, deren Verglasung aber energetisch nicht mehr zeitgemäß ist. Hier kann ein Glasaustausch mit Vakuumglas eine sinnvolle Option sein. Besonders interessant ist BENGglas / LandVac, wenn der Charakter des Hauses erhalten bleiben soll und eine dicke Dreifachverglasung konstruktiv nicht passt.

Für Denkmalschutz und Restaurierung

Bei denkmalgeschützten Gebäuden steht häufig nicht nur der Wärmeschutz im Mittelpunkt, sondern auch die Erhaltung des Erscheinungsbildes. Das ift Rosenheim nennt als relevante Punkte unter anderem Fensterabmessung, Fensterteilung, Sprossen, Rahmenbreite, Fensterleibung, Materialien und Konstruktion.

 

Für solche Projekte ist BENGglas / LandVac besonders interessant, weil die schlanke Bauweise energetische Verbesserungen ermöglichen kann, ohne die historische Fensterwirkung unnötig stark zu verändern.

Für Tischler, Glaser und Fensterbauer

BENGglas / LandVac bietet dem Fachhandwerk ein starkes Argument im Beratungsgespräch: energetische Sanierung ohne pauschalen Komplettaustausch. Wichtig ist eine fachgerechte Prüfung der vorhandenen Konstruktion. Tragfähigkeit, Falzraum, Abdichtung, Beschläge und Wärmebrücken müssen projektbezogen bewertet werden.

Für Planer, Architekten und Energieberater

Vakuumglas kann bei Sanierungskonzepten helfen, wenn hohe energetische Ziele mit schlanken Konstruktionen kombiniert werden sollen. Besonders im Bestand können Standardlösungen an gestalterische oder konstruktive Grenzen stoßen. Vakuumglas eröffnet hier zusätzliche Planungsoptionen.

BENGglas / LandVac bei der Fenstersanierung: Glas tauschen statt Fenster tauschen?

Der Austausch der Verglasung kann eine Alternative zum kompletten Fenstertausch sein, wenn der vorhandene Rahmen technisch geeignet ist. In den Unterlagen zur energetischen Optimierung von Fenstern im Bestand wird beschrieben, dass ein Glastausch besonders dann interessant sein kann, wenn Rahmen und Beschläge intakt und tragfähig sind, die Verglasung fachgerecht möglich ist und die Luftdurchlässigkeit des Fensters ausreichend begrenzt wird.

Das bedeutet: BENGglas / LandVac ist kein „Einfach immer einsetzen“-Produkt, sondern eine hochwertige technische Lösung, die richtig geplant werden muss. Genau hier liegt der Mehrwert einer fachkundigen Beratung.

Warum Vakuumglas besonders im Denkmalschutz überzeugt

Historische Fenster sind oft prägende Bauteile eines Gebäudes. Ein kompletter Fenstertausch kann die Ansicht verändern, besonders wenn neue Profile breiter, dicker oder anders proportioniert sind. Vakuumglas kann helfen, energetische Anforderungen und historische Gestaltung besser miteinander zu verbinden.

 

Das ift Rosenheim beschreibt für denkmalgeschützte Fenster mehrere Sanierungswege: Erweiterung zum Kastenfenster, Erweiterung zum Verbundfenster, neue Verglasung oder Fensteraustausch. Beim Austausch der Verglasung wird Vakuumglas ausdrücklich als geeignete Option für den Austausch genannt; gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass konstruktive Maßnahmen wie der Glaseinstand zu beachten sind.

 

BENGglas / LandVac ist besonders dann interessant, wenn Energieeffizienz, Preis, Substanzerhalt und Optik gemeinsam gedacht werden sollen.

Typische Einsatzbereiche

BENGglas / LandVac Vakuumglas eignet sich besonders für:

  • Altbaufenster
  • Holzfenster im Bestand
  • Kastenfenster
  • Verbundfenster
  • denkmalgeschützte Fenster
  • historische Gebäude
  • energetische Sanierung
  • Glasaustausch statt Fenstertausch
  • schmale Fensterprofile
  • Projekte mit begrenztem Glasfalz
  • Sanierung von Wohngebäuden, öffentlichen Gebäuden und Bestandsimmobilien

Ob BENGglas / LandVac in jedem einzelnen der genannten Fälle eingesetzt werden kann, muss objektbezogen geprüft werden.

Sprechen Sie uns hierzu gerne an: 040 7290700.

Wie wird BENGglas / LandVac Vakuumglas hergestellt?

Technisch lässt sich der Herstellungsprozess von LandVac / BENGglas kurz so beschreiben:

  1. Zwei Glasscheiben werden vorbereitet
    Die Scheiben werden zugeschnitten, gereinigt und je nach Aufbau mit einer Wärmeschutzbeschichtung versehen.
  2. Micro Spacer werden aufgebracht
    Auf einer Scheibe werden sehr kleine Abstandhalter, sogenannte Pillars / Micro Spacer, rasterförmig verteilt. Sie halten später den extrem dünnen Scheibenzwischenraum offen. Allgemein werden bei Vakuumglas zwei Glasscheiben durch Mikroabstandhalter getrennt; der Scheibenzwischenraum liegt typischerweise nur bei etwa 0,5 mm.
  3. Randabdichtung wird vorbereitet
    Am Glasrand wird ein vakuumdichter und frei von Schwermetallen, flexibles Randabdichtungsmaterial (auch Titanium), eingesetzt. Dieser Randverbund verbindet später beide Scheiben gasdicht miteinander.
  4. Die beiden Scheiben werden zusammengefügt
    Die zweite Glasscheibe wird aufgesetzt. Dadurch entsteht der sehr schmale Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben.
  5. Der Zwischenraum wird evakuiert
    Die Luft wird aus dem Scheibenzwischenraum entfernt. Dadurch entsteht das Vakuum. In der Fachliteratur wird beschrieben, dass der Zwischenraum über eine Öffnung evakuiert und anschließend gasdicht verschlossen wird.
  6. Getter-Material bindet Restgase
    Ein Getter-Material nimmt verbliebene Gasmoleküle im Vakuumraum auf und unterstützt damit die Stabilität des Vakuums. Getter werden allgemein als Materialien beschrieben, die verbliebene Moleküle im evakuierten Bereich „einfangen“.
  7. Endversiegelung und Qualitätskontrolle
    Der Randverbund wird bei 260 bis 280 Grad verschlossen / verschweißt und das Glas anschließend geprüft, damit Vakuum, Dichtigkeit, Optik und technische Werte den Anforderungen entsprechen.

In diesem Video erhalten Sie einen Einblick in die Produktionsstätte in Luoyang, China: