Vakuumisolierglas ist die konsequente Weiterentwicklung moderner Vakuumverglasung. Dabei wird ein hochdämmendes Vakuumglas mit einer weiteren Glasscheibe und einem zusätzlichen Scheibenzwischenraum kombiniert. So entsteht ein leistungsstarker Glasaufbau, der besonders für energetische Fenstersanierung, Glasaustausch im Bestand, anspruchsvolle Neubauten und hochwertige Fensterlösungen geeignet ist.
Der große Vorteil: Die schlanke Bauweise des Vakuumglases schafft Raum für zusätzliche Funktionen. Während klassisches 3-fach-Isolierglas häufig viel Bautiefe benötigt, kann ein Hybrid-Aufbau mit Vakuumglas sehr gute Dämmwerte mit zusätzlichem Schallschutz, Sonnenschutz oder Sicherheitsfunktionen verbinden. Für FINEO Hybrid wird ein U-Wert zwischen 0,4 und 0,5 W/m²K bei einer Gesamtstärke zwischen 22 und 34 mm genannt.
Vakuumisolierglas besteht im Kern aus einem Vakuumglas. Dieses Vakuumglas besitzt zwei Glasscheiben mit einem extrem dünnen, evakuierten Zwischenraum. Durch das Vakuum wird der Wärmetransport stark reduziert. In Forschungsunterlagen wird beschrieben, dass ein typisches Vakuum-Isolierglas aus zwei Glastafeln mit einem evakuierten Scheibenzwischenraum von etwa 0,1 mm bestehen kann und dadurch eine Gesamtdicke von weniger als 8 mm möglich ist.
Beim Hybrid-Vakuumglas wird dieses Vakuumglas zusätzlich mit einer weiteren Glasscheibe und einem Scheibenzwischenraum erweitert. Dadurch entsteht ein Aufbau, der die sehr gute Wärmedämmung des Vakuumglases mit weiteren technischen Eigenschaften verbinden kann.
Ein möglicher Aufbau:
Dieser Aufbau eignet sich besonders dort, wo eine bestehende 2-fach-Verglasung ersetzt werden soll, ohne sofort auf sehr dicke klassische 3-fach-Aufbauten auszuweichen.
Viele Bestandsfenster wurden ursprünglich für Einfachglas oder ältere 2-fach-Isoliergläser gebaut. Klassisches 3-fach-Isolierglas passt dort oft nicht ohne größere Anpassungen hinein. Vakuumisolierglas kann hier eine interessante Lösung sein, weil das Vakuumglas selbst sehr dünn ist und dennoch sehr gute Wärmedämmwerte ermöglicht.
Vakuumisolierglas in Kombination mit einer beschichteten Gegenscheibe und einem weiteren Scheibenzwischenraum, kann Ug-Werte von 0,25 W/m²K erreichen kann.
Viele Fenster aus den 1980er-, 1990er- oder frühen 2000er-Jahren besitzen noch ältere 2-fach-Isolierverglasungen. Die Rahmen sind oft noch verwendbar, aber die Verglasung entspricht nicht mehr dem heutigen energetischen Anspruch.
Vakuumisolierglas kann genau hier ansetzen: alte Verglasung raus, moderner Hybrid-Aufbau rein. [Schlussfolgerung] Besonders interessant ist das bei Holzfenstern, Kunststofffenstern oder Aluminiumfenstern, wenn Rahmen, Beschläge und Dichtungen noch ausreichend tragfähig und funktionstüchtig sind.
Eine bessere Verglasung kann den Wohnkomfort deutlich erhöhen. Räume fühlen sich in Fensternähe angenehmer an, die innere Glasoberfläche bleibt wärmer und Zugerscheinungen können reduziert werden, sofern das gesamte Fenster fachgerecht geprüft und abgedichtet wird.
Für Eigentümer bedeutet das: weniger Kältegefühl am Fenster, bessere Behaglichkeit und eine hochwertigere Nutzung der Räume – besonders in Wohnräumen, Büros, Hotels, Praxen oder öffentlichen Gebäuden.
Beim Schallschutz ist wichtig: Nicht das Vakuum allein macht ein Glas automatisch besonders schalldämmend. Eine bereitgestellte Fachnotiz weist darauf hin, dass die akustische Leistung stark vom konkreten Aufbau abhängt und dass Hybridaufbauten aus VIG und zusätzlicher Scheibe mit Gaszwischenraum Wärme- und Schalldämmung verbessern können.

Genau hier liegt der Vorteil von Vakuumisolierglas: Durch den zusätzlichen Scheibenzwischenraum und eine weitere Glasscheibe kann der Aufbau schalltechnisch gezielt verbessert werden. Fineo Acoustic erhalten Sie einen Schallschutz von 39 dB bereits mit einer Glasstärke von nur 11,7 mm. Für Gebäude an Straßen, Bahnlinien, in Innenstädten oder an stark frequentierten Plätzen kann das ein wichtiges Argument sein.
Vakuumisolierglas eignet sich nicht nur für Sanierung. Auch im Neubau kann der schlanke Aufbau Vorteile bringen. Der Trend geht im Neubau wieder zu schlankeren Gebäudehüllen mit schlanken Fensterprofilen. Hier bietet Hybrid-Vakuumglas neue Möglichkeiten.
Für Architekten, Planer und Fassadenbauer kann Vakuumisolierglas deshalb besonders interessant sein, wenn hohe energetische Anforderungen mit schlankeren Konstruktionen, mehr Tageslicht und moderner Gestaltung verbunden werden sollen.
Sie möchten Ihre alten Fenster energetisch verbessern, aber nicht zwingend alle Fensterrahmen austauschen? Dann kann Vakuumisolierglas eine sinnvolle Option sein. Besonders beim Austausch alter 2-fach-Verglasungen kann der vorhandene Fensterrahmen unter bestimmten Voraussetzungen weiter genutzt werden.
Bei Mehrfamilienhäusern und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs), sind Fenstersanierungen oft teuer und organisatorisch aufwendig. Vakuumisolierglas kann eine Lösung sein, wenn die vorhandenen Fensterrahmen erhalten bleiben sollen und dennoch eine energetische Verbesserung gewünscht ist.
Vakuumisolierglas eröffnet neue Möglichkeiten im Bestand. Es kann dort eingesetzt werden, wo klassische 3-fach-Verglasung konstruktiv schwierig ist oder eine schlankere Lösung benötigt wird.
Für Neubauten, Sanierungen und anspruchsvolle Fassaden bietet Vakuumisolierglas neue planerische Möglichkeiten. Der Aufbau kann energetische Anforderungen, Schallschutz, Lichtdurchlässigkeit und schlankere Konstruktionen miteinander verbinden.
Alte Isolierverglasung wird durch modernes Vakuumisolierglas ersetzt. Das ist besonders interessant, wenn Rahmen und Beschläge technisch noch geeignet sind.
Bei Altbauten zählt oft jeder Millimeter im Glasfalz. Vakuumisolierglas kann helfen, energetische Anforderungen mit vorhandenen Fensterkonstruktionen besser zu verbinden.
Für moderne Architektur kann Vakuumisolierglas eine Alternative zu sehr dicken klassischen 3-fach-Aufbauten sein.
Durch die Kombination aus Vakuumglas, Zusatzscheibe und Scheibenzwischenraum kann der Glasaufbau akustisch gezielt geplant werden.
Forschungsunterlagen zeigen, dass Vakuum-Isolierglas als Halbzeug mit zusätzlichen Schichten zu Mehrschichtsystemen weiterentwickelt werden kann, um zusätzliche Anforderungen an passive und aktive Sicherheit zu erfüllen.
